DAS FORUM RUND UM DIE STREUOBSTWIESE

Im Übergang von Siedlungs- und Agrarflächen zum Wald gelegen, führen Streuobstwiesen deutlich vor Augen, was biologische Vielfalt bedeutet: Auf ihnen kommen bis zu 3.000 Tierarten und 2.000 Pflanzenarten vor. Im Gegensatz zum Obstanbau in Plantagenform stehen hier einzelne, größtenteils starkwüchsige, hochstämmige Obstbäume mit auslandenden Kronen. Der Baumbestand setzt sich meist aus verschiedenen Arten und Sorten sowie Alters- und Größenklassen zusammen. Das bedeutet für viele Tiere ein reichhaltiges Nahrungsangebot, zum Beispiel für Vögel und die für die Bestäubung der Obstbäume unverzichtbaren Wildbienen. Zudem liefern die Streuobstwiesen hochwertige Lebensmittel, unter anderem geschmacksintensiven Apfelsaft oder Apfelwein. Streuobstwiesen können aber nur langfristig erhalten werden, wenn eine sinnvolle Nutzung des Obstes gewährleistet wird und Bewusstsein sowie Akzeptanz in der Bevölkerung für diesen Lebensraum geschaffen werden

Dieses Forum dient als Austausch-Plattform für alle Personen, Laien wie Fachleute, die sich für den Lebensraum Streuobstwiese, Natur- und Tierschutz sowie die Rohstoffherkunft des „Stöffches“ interessieren.

Juni 24

Ist es eigentlich sinnvoll, auch auf Streuobstwiesen Insektenhotels anzubieten? Oder finden die Insekten dort selbst ausreichend Nistplätze?

1 Kommentar

 

Was nützen die schönsten Obstbäume, wenn keine Bienen da sind. Ein Insektenhotel ist eine gute Möglichkeit, die Bienen anzulocken und es Ihnen "leicht" zu machen. Allerdings muss viel beachtet werden. Beim Bau von Insektenhotels werden oft Fehler gemacht. Einige "Hotels" sind kontraproduktiv und die Bienen sterben sogar (Bsp. Pilzbefall in durchsichtigen Röhren). Frag mal Herrn Flügel vom Bienenmuseum Knüllwald, er ist Experte (http://www.lebendiges-bienenmuseum.de/)

Hier habe ich einen guten Beitrag gefunden https://www.researchgate.net/publication/331088137_Nisthilfen_fuer_Wildbienen und hier ein Video mit ihm, mit Anleitung: https://www.youtube.com/watch?v=PfNsBGUm9ls.

Aktuelle Beiträge
  • Es wäre gut, wenn du zwei Röhren anbringst. Die beiden Röhren sollten nahe beieinander hängen (Nachbarbaum oder so). Dann könnte der Steinkauz, der die erste Röhre als Schlafplatz nutzt, seinen Partner/seine Partnerin dorthin führen. Steinkauz-Paare schlafen nicht zusammen, auch nicht während der Brut. Meist ist das Weibchen bei den Jungen, der Vater aber in der Nähe (bei einem benachbarten Schlafplatz) und versorgt die Familie mit Nagetieren. Falls beim Schlafplatz (erste Röhre) keine zweite Röhre hängt, wäre fachmännisches Anbringen gefragt. Ich würde nicht allzu oft in die Röhren gucken, für die Tiere ist der Winter eine stressige Zeit. Im April/Mai gibt es – witterungsbedingt – Nachwuchs, dann könnte man nochmal nachschauen. Ein Laie sollte die Tiere aber lieber nicht herausnehmen. Lieber z.B. beim HGON melden und die schauen dann fachmännisch nach und Beringen die Tiere. Viel Erfolg :-)